3 Fragen an den Streckenchef

3 Fragen an den Streckenchef

„Wir sind für alles gewappnet“
Viele Zentimeter Neuschnee: Der Winter hat Oberhof fest im Griff. Der Streckenchef des Biathlon-Weltcups, Detlef Kotlinsky, spricht über den Zustand der Loipe. 

Mit welchen Gefühlen blicken Sie Richtung Wetterbericht?
Grundsätzlich geht ohne Schnee gar nichts. Davon kann man nie genug haben. Jetzt haben wir eine richtige Winterwoche erwischt und damit müssen wir jetzt klar kommen. Wir hätten den Neuschnee nicht unbedingt gebraucht, die Strecke war schon fertig mit 20 bis 30 Zentimeter Höhe und sechs Meter Breite. Jetzt haben wir einen gewissen Mehraufwand, aber das machen wir gerne. Wir sind für alles gewappnet.  
Wie ist der Zustand der Strecke? 
Aktuell ist sie nicht ganz so fest, wie die Sportler es gerne hätten. Aber wir arbeiten daran. Wenn es kälter wird, haben wir Hoffnung, dass es etwas anzieht und für die Sportler eine schöne feste Loipe gibt. Wir werden in den frühen Morgenstunden präparieren. Mit der Raupe ist es schwierig. Durch den vielen Neuschnee muss man vorsichtig und langsam fahren. Manchmal kann sie gar nicht mehr fahren. Dann kommen Motorschlitten mit einer Walze zum Einsatz, die den Schnee leicht andrücken und die Strecke abziehen. 
Ist es ein Problem, wenn Naturschnee auf Kunstschnee fällt?
An den Pistenraupen sind Fräsen, die sich drehen und dadurch die Schneemengen vermischen. Wir werden damit kein Problem haben. Stattdessen müssen wir die Bäume und den Schnee auf den Ästen im Auge behalten. Aber auch dafür haben wir Experten. Wir sind guter Dinge, wir packen das. 

Interview: Susann Eberlein