Auftakt nach Maß für Alexander Loginov

Auftakt nach Maß für Alexander Loginov

Gelungener Einstand in die Biathlon-Wettbewerbe des Jahres 2022 für Alexander Loginov: Mit glatten 27:00 Minuten setzte sich der Russe im Sprint von Oberhof durch. Doch auch die deutschen Starter überzeugten in der ARENA am Rennsteig.

Anspruchsvolle Wetterverhältnisse, insbesondere starker Seitenwind und erst allmählich nachlassender Schneefall, sorgten für einen regen Betrieb in der Strafrunde in der ARENA am Rennsteig. Nachdem lediglich fünf der 108 Athleten die 10-Kilometer-Distanz fehlerfrei absolvierten, setzte sich Alexander Loginov gegen die starke Konkurrenz durch.

Der Russe gewann den fünften Sprint der aktuellen Weltcupsaison. Entsprechend positiv fiel sein Fazit nach seinem ersten Weltcupsieg in dieser Saison aus. „Bereits am Anfang habe ich gewusst, dass die Bedingungen schwierig sein werden und es ein hartes Rennen sein wird. Deshalb bin ich schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte er nach dem Sprint, der den BMW IBU Weltcup Biathlon 2022 eröffnete.

Im abschließenden Stehendanschlag machte es der Russe noch einmal spannend: Obwohl er vor dem letzten Schuss lange wartete, vergab er mit seinem einzigen Fehler die unmittelbare Entscheidung am Schießstand. Mit Zwischenzeiten der vor ihm liegenden Läufer versorgt, kämpfte er sich auf der Schlussrunde noch am Franzosen Emilien Jacquelin vorbei, der mit zwei Fehlern im Ziel den zweiten Platz belegte und so die Führung im Gesamtweltcup verteidigte. 

Dritter wurde Sturla Holm Laegreid (Norwegen), der mit einem Fehler vom Schießstand ging und die Zwischenwertung lange Zeit anführte. Mit dem Sprung auf das Treppchen knüpfte er an seine Erfolge aus dem vergangenen Jahr an. „Es fühlt sich sehr gut an, dass ich hier in Oberhof wieder so erfolgreich bin. Deswegen freue ich mich sehr auf die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr und bin gespannt, was ich da erreichen kann.”

Starke Leistungssteigerung des DSV-Sextetts

Ein gutes Teamergebnis erreichten die sechs deutschen Starter bei ihrem Heim-Weltcup. Mit lediglich drei Sekunden Rückstand verpasste Johannes Kühn das Podest nur knapp und kam auf den vierten Platz. Von seinen zwei Schießfehlern ließ sich der gebürtige Passauer nicht beirren und gab auf der Strecke alles. „Egal, ob ich ein, zwei oder drei Fehler schieße. Das ist kein Grund, auf der Schlussrunde nicht alles zu geben”, betonte er.

Mit einer hohen Startnummer gestartet, gelang Roman Rees ein durchweg überzeugendes Rennen, das der eine Liegendfehler kaum trüben konnte. Den fünften Platz im Ziel und die Olympianorm sicherte er sich auf der Strecke. „Mir kommt der Birxsteig entgegen. Deshalb hatte ich heute auch eine ganz gute Laufleistung”, sagte er.

Lokalmatador Erik Lesser belegte mit drei Schießfehlern einen guten 15. Platz und erfüllte damit die Norm für die anstehenden Olympischen Wettbewerbe in Peking. Sein Lob ging an die deutschen Skitechniker: „Ich habe mich gut gefühlt, ein Lob auch an die Techniker.” Der Oberhofer Lucas Fratzscher erreicht mit 3zwei Strafrunden Platz 22. Damit sicherte er sich die ersten Weltcuppunkte in dieser Saison und den Startplatz für die Verfolgung am Sonntag. 

Einen schwächeren Wettkampftag erwischten hingegen Benedikt Doll mit vier Schießfehlern (38. Platz) und Philipp Nawrath (51. Platz), der nur fünf Schüsse ins Ziel brachte und sein selbst gesetztes Ziel damit deutlich verpasste.

Bernd Eisenbichler, der Sportliche Leiter des DSV, hob die sehr guten Laufleistungen der Deutschen heraus. „Die Techniker haben den Heimvorteil genutzt“, befand er nach dem Rennen. Die Ausgangsposition der deutschen Männer für den Verfolger am Sonntag ist verheißungsvoll.

Hendrik Baumbach & Nina Kolarzik, Presseteam