Das Hygienekonzept hat funktioniert

Das Hygienekonzept hat funktioniert

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Natürlich stand und steht der Sport im Vordergrund beim BMW IBU Weltcup Biathlon in Oberhof. Aber das Thema „Corona“ rangierte nicht weit dahinter.

Schließlich galt es, die gesamte Logistik so gut wie möglich zu planen, um Infektionen möglichst auszuschließen. Umgesetzt wurde dies letztlich sehr gut. Vor und während der beiden Weltcups wurden vom Oberhofer OK durch ein Labor in Altenburg (366), ein Labor in Suhl (117) und die Firma Think Health (607), die für den Weltverband IBU die Tests übernahm, insgesamt 1090 Coronatests von Helfern, Dienstleistern und Bundeswehrangehörigen durchgeführt. Von denen waren lediglich fünf positiv! Das sind weniger als 0,5 Prozent!

Die Vorarbeiten, die bis zu diesem Ergebnis nötig waren, gestalteten sich als sehr umfangreich. Seitens des Oberhofer OK wurde Dr. Bernd Neudert, Leiter des Olympiastützpunktes Thüringen, beauftragt, ein Hygienekonzept zu erarbeiten, das andockend an die umfangreichen Hygiene-Maßnahmen der IBU zur Wettkampf-Absicherung, für die Weltcup-Helfer greifen sollte. In Absprache mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen wurde dieses Konzept genehmigt und es konnte an die Planung gehen. Grundprinzip der IBU-Regeln ist, dass nur jene Person eine Akkreditierung bekommt, die einen negativen Coronatest vorweisen kann, der nicht älter als 72 Stunden ist. Somit mussten auch alle ehrenamtlichen Helfer, Sicherheitskräfte und Dienstleister vor dem Weltcup getestet werden. Die Planung für die erste Testreihe vor dem Weltcup übernahmen Iris Böttcher und Vanessa Krellmann aus der Geschäftsstelle der Oberhofer Sport und Event GmbH, und Anja Eckstein vom Helfer-Management. Ihre Aufgabe war es die Tests zeitlich so zu oranisieren, dass lange Wartezeiten vermieden werden. Außerdem musste für den zweiten Zyklus alles so eingetaktet werden, dass die Tests für die Helfer, die beim Wettkampf im Einsatz waren, eben erst nach den Rennen erfolgten.

So wurden im Viertelstundentakt immer 30 Helfer bestellt, die ihren Testtermin jeweils schon zwei Tage vorher bekamen. Anja Eckstein plante auch den Folgetermin für alle Helfer der zweiten Woche am 10. Januar auf die gleiche Weise. Natürlich musste hier und da kurzfristig reagiert und umgeplant werden. Bei der logistischen Mammutaufgabe bleibt das nicht aus. Die Frage nach dem zeitlichen Aufwand dieser Planungen kann Anja Eckstein nur abschätzen. „Ich glaube, insgesamt hat das schon zwei Wochen in Anspruch genommen“, sagt sie. Da ist es gut, dass alles reibungslos funktioniert und keiner seinen Termin vergisst, was dann  wieder zusätzliche Arbeit für Anja Eckstein bedeutet hätte. „Es war die absolute Ausnahme, dass jemand seinen Test verpasst hat“, bestätigt sie.

Perfekte logistische Umsetzung
In einem ersten großen Test wurden am 2. Januar im Haus des Gastes in Oberhof alle die Helfer getestet, die in der ersten Weltcupwoche zum Einsatz kommen sollten. Eigens dazu wurde medizinisches Personal als freiwillige Helfer gefunden, die die Abstriche vornahmen, und ein Labor in Altenburg damit beauftragt, die Tests zu analysieren. Von den 366 Tests an jenem 2. Januar waren lediglich zwei positiv. Das Hygienekonzept der IBU sieht vor, dass während des Weltcups alle Personen, die sich zur Durchführung und Absicherung der Wettkämpfe auf dem Gelände aufhalten mussten, in drei Gruppen eingeteilt werden. Die „Rote Gruppe“ umfasst alle Athleten, Trainer, Betreuer und den Stab der IBU vor Ort sowie seitens der Organisatoren alle Kampfrichter, die beim Wettkampf unmittelbar Kontakt zu den Athleten haben. Die „Gelbe Gruppe“ umfasst alle Medienvertreter und die „Blaue Gruppe“ alle Helfer. Also Ordner, Streckenpersonal, Mitarbeiter der Geschäftsstelle und der Logistik oder zum Beispiel die Personen, die für die Versorgung aller Helfer zuständig waren. Für alle gab es getrennte Aufenthaltsräume und Laufwege. Die gruppenübergreifenden Begegnungen wurden dadurch auf das absolute Minimum reduziert. Alle Mitglieder der „Roten Gruppe“ wurden alle 72 Stunden getestet. Das galt auch für all jene Journalisten, die nicht in einem Hotel in Oberhof übernachteten, also die Biathlon-Blase abends verließen, um zu Hause zu schlafen. Bei diesen zusätzlichen Tests gab es keinen positiven Fall.

Während des Weltcups wurde die Test-Infrastruktur der IBU genutzt. Der Biathlon-Weltverband ist mit einem eigenen Labor bei allen Weltcups vor Ort. Dadurch ist sichergestellt worden, dass die zahlreichen Coronatests vor und während des Weltcups keine Kapazitäten der Labors in der Region banden. Dr. Bernd Neudert, der als Bindeglied zwischen dem Oberhofer Organisationskomitee und den Verantwortlichen der IBU fungierte, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem IBU-Labor sowie den Verantwortlichen des Weltverbandes.

Keine Helfer in Woche zwei positiv getestet
Zum Abschluss der ersten Wettkampfwoche sind die vielen Ehrenamtlichen, die schon in der ersten Weltcupwoche als Helfer in Oberhof eingesetzt waren und auch in Woche zwei vor Ort sein sollten, erneut auf das Corona-Virus getestet. Darüber hinaus mussten sich auch alle für die zweite  Woche neu hinzugekommenen Helfer diesem Test unterziehen. Das erfreuliche Ergebnis war, dass alle 350 vorgenommenen Tests bei den Weltcup-Helfern negativ waren. Die „Rote Gruppe“ musste sich dann am Donnerstagabend (14. Januar) einem weiteren Test unterziehen. Und auch hier waren wieder alle Tests negativ. Von den 1090 Tests seitens des Oberhofer OK vor und während der beiden Wettkampfwochen waren ganze fünf Tests positiv. Das sind wie erwähnt nur ca. 0,5 Prozent und das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Dies zeigt natürlich auch, dass das Hygienesystem des Oberhofer OK einerseits gut funktioniert und andererseits die gemachten Vorgaben von den Helfern auch gewissenhaft eingehalten wurden. Aber auch die Arbeit von Anja Eckstein und Dr. Bernd Neudert kann nicht genug gelobt werden. Aber Bernd Neudert gibt dieses Lob gleich weiter. „In allen Bereich der Weltcup-Organisation wurde mit großem Engagement an der Umsetzung des Hygienekonzeptes gearbeitet, obwohl zum  Beispie das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Stadiongelände völlig neu war. Hervorzuheben ist das Verhalten der ehrenamtlichen Helfer vor und nach ihrem Einsatz in Oberhof. Obwohl die Meisten von ihnen täglich nach Haus gefahren sind, wurden bei den vielen durchgeführten Covid-Tests während der Weltcups insgesamt nur drei positive Ergebnisse festgestellt“, sagte er. „Abschließend sei allen Ehrenamtlichen sowie den Mitarbeitern unsere Dienstleistungspartner gedankt, die das Hygienekonzept unter den nicht einfachen Rahmenbedingungen erfolgreich umgesetzt haben.

Ralf Ilgen, Pressesprecher

 

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