Eckhoff stürmt auf Platz eins

Eckhoff stürmt auf Platz eins

Die Norwegerin Tiril Eckhoff siegt im zweiten Sprint von Oberhof vor Dorothea Wierer (Italien) und Lisa Theresa Hauser (Österreich). Franziska Preuß kommt auf einen guten sechsten Rang, zwei weitere DSV-Athletinnen positionieren sich in den Top 15.

Die Norweger haben den obersten Stockerlplatz gepachtet. Trotz eines Fehlers im Stehendanschlag stürmte Tiril Eckhoff auch im zweiten Sprint von Oberhof auf den ersten Platz. Das tiefverschneite Areal am Grenzadler erinnere die 30-Jährige ein wenig an ihre Heimat im hohen Norden. „Vielleicht bin ich hier deshalb so gut“, scherzte die 30-Jährige nach ihrem sechsten Weltcup-Sieg in dieser Saison. Drei davon holte sie sich am Rennsteig.  9,3 Sekunden hinter der Strahlefrau aus Norwegen kam Dorothea Wierer ins Ziel. Die Italienerin blieb am Schießstand fehlerfrei, konnte sich auf der Strecke aber nicht gegen die starke Eckhoff durchsetzen. Dennoch bezeichnete sie ihren zweiten Platz als Schritt in die richtige Richtung. Im Sprint in der vergangenen Woche kam die zweifache Weltmeisterin von Antholz nur auf Platz 31, kämpfte sich in der Verfolgung aber noch auf Platz 7.
Zum dritten Mal in Folge sicherte sich die Österreicherin Lisa Theresa Hauser den dritten Platz. Nachdem sie im Sprint vergangene Woche zum ersten Mal in ihrer Karriere auf dem Podest landen und diesen Erfolg in der Verfolgung wiederholen konnte, scheint sie es gar nicht mehr verlassen zu wollen. Die Basis für ihre Top-Leistungen legte sie auch heute am Schießstand: Hauser räumte souverän alle Scheiben ab. Einen Anteil an diesem Erfolg hat ein Oberhofer Biathlon-Urgestein: Seit Mai 2020 wird sie von Gerald Hönig trainiert, der zuvor mehr als drei Jahrzehnte im Dienst des Deutschen Skiverbands stand.

Gelungene Schadensbegrenzung
Wie die Männer am Vortrag haben sich auch die deutschen Athletinnen deutlich verbessert. Die Bayerin Franziska Preuß kam auf dem sechsten Platz ins Ziel. Nach einer leichten Reizung des unteren Sprunggelenks im linken Fuß habe sie sich heute wieder besser in der Loipe gefühlt. „Ich habe es mit dem Physioteam geschafft, meine körperlichen Wehwehchen zu minimieren. Da steht man gleich mit einer ganz anderen Spannung auf dem Ski“, zeigte sie sich zufrieden.
Nach fehlerfreien Schießeinlagen lief Janina Hettich als 13. über die Ziellinie. Trotz einer verpassten Scheibe im Liegendanschlag und deren zwei im Stehendanschlag wurde Denise Herrmann 15., was auf eine gute Laufleistung schließen lässt. „Mit zwei Fehlern bin ich ins Hintertreffen geraten, aber die Laufform wird besser“, kommentierte sie. In den nächsten Wettkämpfen wolle sie sich Selbstvertrauen holen und an die Erfolge auch dem vergangenen Winter anknüpfen. „Man braucht Erfolgserlebnisse, die Sicherheit geben“, sagte sie.
Maren Hammerschmidt (0 Schießfehler) kam auf Platz 17 und qualifizierte sich damit – wie ihre Teamkameradinnen Franziska Preuß, Denise Herrmann und Janina Hettich – für den Massenstart am Sonntag (17. Januar). Vanessa Hinz (1 Schießfehler) beendete das Rennen auf Rang 31, Anna Weidel (3 Schießfehler) auf Rang 80.

Männerstaffel nominiert
Der Weltcup wird am morgigen Freitag (15. Januar) mit der Männerstaffel fortgesetzt. Für das deutsche Team hat Bundestrainer Mark Kirchner Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Philipp Horn nominiert. Sie gehen um 14.30 Uhr an den Start. Die Frauenstaffel ist für Samstag (16. Januar) um 14.45 Uhr angesetzt.  

Susann Eberlein; Presseteam