​​​​​​​Mäkäräinen erster Sieg in Oberhof

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Herrmann wieder unter den Top Sechs

Oberhof - Es war windig und kalt, aber das interessierte Kaisa Mäkäräinen überhaupt nicht. Mit einem überragenden letzten Schießen erkämpfte sich die Finnin ihren 27. Weltcup-Sieg. 

In einem schweren Wettkampf verwies sie Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Roeiseland auf die Plätze zwei und drei. „In Kontiolathi ist es auch windig, aber das ist nichts im Vergleich zu Oberhof. Oberhof ist sehr speziell. Nur wenige Male in meiner Karriere habe ich hier gut geschossen, normalerweise muss ich viele Strafrunden laufen“, sagte die Mäkäräinen auf der Pressekonferenz nach dem Rennen.

Mäkäräinen startete mit einem Fehler ins Rennen, blieb im Anschluss aber fehlerfrei. Vor allem beim letzten Schießen peitschte der Wind in den Schießstand. Ob Mäkäräinen dabei von ihrer langjährigen Weltcup-Erfahrung profitieren konnte? „Ich weiß gar nicht, ob das so viel mit Erfahrung zu tun hat. Ich war sehr geduldig und hatte vielleicht auch ein bisschen Glück. Bei diesem Wetter brauchst du Glück im Stehendschießen, denn die Bedingungen ändern sich sehr schnell“, sagte die 36-Jährige.  Während die anderen Athletinnen in die Strafrunde mussten, konnte die Finnin direkt zurück auf die Strecke und sicherte sich so ihren ersten Weltcup-Sieg in Oberhof. Sie hatte sogar so viel Vorsprung, dass sie kurz vor der Zielgerade noch mit ihrem Schießtrainer abklatschen konnte. 

Norwegischer Kampf um Platz Zwei
Auf der Schlussrunde kam es zu einem norwegischen Duell um Platz zwei. Roeiseland ging nach dem letzten Schießen als zweite vom Schießstand zurück in die Loipe, vor ihrer Kollegin Tiril Eckhoff. Die ließ Roeiseland die Führungsarbeit machen und zog kurz vor dem Ziel dann an ihr vorbei. „Ich habe mein Bestes gegeben, aber Tiril war heute einfach stärker. Es ist cool, dass wir einen norwegischen Kampf um Platz zwei hatten und ich bin froh, dass wir beide auf dem Podium sind“, freute sich die 29-jährige Roeiseland. Tiril Eckhoff zeigte, dass sie auch nach der Weihnachtspause sehr gut in Form ist. Auf die Frage, wie sie sich denn zwischen den Feiertagen regeneriert habe, antwortete sie mit einem Lachen: „Ich habe mich sehr gut erholt, weil ich Zeit mit meinem Freund verbringen konnte. Ich habe ihn anderthalb Monate nicht gesehen, weil ich auf Wettkämpfen war. Also…Liebe ist die Antwort“. 

Wieder Top Sechs
Ebenfalls eine gute Leistung zeigte Denise Herrmann. Trotz sechs Fehlern am Schießstand kam sie als beste Deutsche auf Platz fünf ins Ziel. Im ersten Schießen blieb sie fehlerfrei und zeigte, trotz Fehler, auch in den anderen drei Schießenprüfungen, dass sie viel dazugelernt hat und ruhig bleiben konnte. „Wir wussten, als wir heute morgen aus dem Fenster geschaut haben, das wird heute eine zähe Partie. Wenn viel Wind ist, werden auch viele Fehler geschossen und gerade dann zählt die läuferische Leistung noch umso mehr. Aber man will natürlich auch nicht unnötig viele Fehler schießen. Da muss man einfach den Mut haben, auch mal so eine Windböe abzuwarten“, resümierte Herrmann im Anschluss an den Massenstart. 

Die zweite deutsche Athletin, Vanessa Hinz, kam auf Platz 25 ins Ziel. Mit neun Schießfehlern erwischte sie keinen guten Tag. Hinz war mit der Startnummer 30 noch kurz vor Start ins Feld gerutscht. 

Franziska Hänlein
Medienteam

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