Marte Olsbu Roeiseland mit Triple

Marte Olsbu Roeiseland mit Triple

Drei Starts in der ARENA am Rennsteig, drei Mal ganz oben auf dem Treppchen: Mit dem Sieg in der Verfolgung krönte sich die Norwegerin zur Königin des BMW IBU Weltcups Biathlon in Oberhof.

 

Mit einem kleinen Sprung überquerte Marte Olsbu Roeiseland als Erste die Ziellinie in der ARENA am Rennsteig – und machte ihr Triple am Rennsteig perfekt. Nach dem Sieg im Sprint ging sie mit sieben Sekunden Vorsprung in das abschließende Weltcup-Rennen am Grenzadler und baute den Zeitabstand dank eines fehlerfreien Schießens gleich am Beginn auf eine halbe Minute aus. Die Norwegerin profitierte dabei von den Fehlern der Konkurrenz und der erkältungsbedingten Absage der an Position 2 gesetzten Belarussin Hanna Sola.

 

Nach jeweils einer Strafrunde im zweiten und dritten Anschlag zeigte Roeiseland im letzten Schießen keinerlei Unsicherheit mehr und machte ihren fünften Weltcupsieg in dieser Saison perfekt. „Ich versuche, in jedem Rennen mein Bestes zu geben und will das gelbe Trikot so lange wie möglich behalten. Oberhof war großartig! Es war windig und hat viel geschneit, eine sehr gute Vorbereitung für Olympia“, fasste die Gesamtweltcupführende ihren Erfolg zusammen und blickte auf Peking voraus.

 

Auf dem zweiten Rang kam Hanna Oeberg – wie gewohnt dank bestechender Laufform – ins Ziel und verbesserte sich damit deutlich von ihrer neunten Startposition. Dass die Schwedin vielleicht noch einmal um den Sieg hätte mitkämpfen können, verhinderte ein Fehlschuss im letzten Anschlag. Dritte wurde die Belarussin Dzinara Alimbekava, die sich nach ihrem vierten Platz im Sprint nun auf das Podium vorschob.

 

Vanessa Voigt und Franziska Hildebrand überzeugten

Von den fünf gestarteten DSV-Starterinnen wurde erneut Vanessa Voigt beste Deutsche. Die in Oberhof trainierende 24-Jährige verteidigte mit insgesamt zwei Strafrunden ihren guten zwölften Platz aus dem Wettbewerb vom Freitag. „Mit dem Wettkampf heute bin ich sehr zufrieden, es war aber mehr Wille als Können. Wenn man gerade nicht in Topform ist, dann muss es wenigstens vom Kopf her und am Schießstand passen“, sagte sie nach dem Zieleinlauf.

 

Einen großen Sprung nach vorne in der Verfolgung gelang Franziska Hildebrand, die Zwanzigste wurde und somit beachtliche 26 Platzierungen gutmachte. Nach drei tadellosen Schießeinlagen verhinderten zwei Fehler im letzten Stehendanschlag ein noch besseres Ergebnis.

 

Vanessa Hinz (31. Platz) und Denise Herrmann (41. Platz) konnten sich im Jagdrennen mit vier bzw. acht Fehlschüssen nicht verbessern. Janina Hettich steigerte ihr Ergebnis aus dem Sprint leicht und wurde mit fünf Strafrunden im Ziel 48.

 

Hendrik Baumbach, Presseteam