Norwegen triumphiert in der Mixed-Staffel

Norwegen triumphiert in der Mixed-Staffel

Einzeln sind sie stark, in der Mannschaft noch stärker: Die Boe-Brüder, Ingrid Landmark Tandrevold und Marte Olsbu Roeiseland haben die Mixed-Staffel beim BMW IBU Weltcup Biathlon in Oberhof gewonnen. Das norwegische Quartett setzte sich früh von der Konkurrenz ab und brachte den Vorsprung ungefährdet ins Ziel.

Den Grundstein für die in Bestbesetzung laufenden Norweger legte bereits Startläufer Tarjei Boe. Trotz zweier Nachlader im Stehendschießen übergab er – nicht zuletzt aufgrund seines überragenden Lauftempos – in Führung liegend an seinen Bruder. Johannes Thingnes Boe setzte das Feld von Beginn an unter Druck und baute den Vorsprung in seiner zweiten Runde sogar auf eine halbe Minute aus, den Ingrid Landmark Tandrevold ungefährdet verteidigte. Schlussläuferin Marte Olsbu Roeiseland, die den gestrigen Sprint gewonnen hatte, schaffte sich am Schießstand den entscheidenden Vorteil gegen Konkurrentin Hanna Sola.

23 Sekunden nach dem norwegischen Quartett kamen die Belarussen mit Mikita Labastau, Anton Smolski, Dzinara Alimbekava und Hanna Sola ins Ziel. Antonin Guigonnat, Simon Desthieux, Anais Bescond und Julia Simon brachten Frankreich auf Platz 3. Daran änderte auch die fulminante Aufholjagd von Elvira Oeberg nichts mehr. Die favorisierten Schweden hatten früh im Wettbewerb zwei von Sebastian Samuelsson geschossene Strafrunden zu verkraften. Eine weitere verursachte Hanna Oeberg, sodass ihre Schwester sich auf der Schlussrunde trotz glänzender Laufleistung mit dem vierten Rang begnügen musste, knapp gefolgt von Russland. 

Die DSV-Mannschaft belegte nach 4x7,5 Kilometern durch den tief verschneiten Thüringer Wald und insgesamt nur sechs Nachladern den sechsten Platz. Mit einem guten Auftakt holte sich Roman Rees Selbstvertrauen für das morgige Verfolgungsrennen. „Ich bin richtig zufrieden! Stehend kam ich sehr gut durch und konnte in der Schlussrunde noch einmal richtig einen draufsetzen“, sagte er. Benedikt Doll, der am Vortag noch mit seiner Leistung haderte, stellte trotz dreier Nachlader eine klar ansteigende Laufform unter Beweis. „Es hat richtig Spaß gemacht am Berg. Jedoch sind zumindest zwei der drei Nachlader zu viel. Gerade im Stehendschießen hat mir etwas die Geduld gefehlt“, sagte er.

Mit ausgesprochen starker Konkurrenz war Vanessa Voigt auf ihrer Teilstrecke konfrontiert. „Man hat schon sehr gut gesehen, dass ich auf der Strecke noch ein paar Defizite habe“, gab sie zu. Mit einer fast fehlerfreien Leistung am Schießstand hielt sie die deutsche Staffel aber im Rennen und übergab schließlich mit einem Rückstand von 1:32 Minuten auf Platz 4 an Vanessa Hinz. Die 29-jährige Schlussläuferin fiel bereits auf ihrer ersten Runde um zwei Plätze zurück. Obwohl sie sich am Schießstand zweimal zurück in den Wettstreit um das Podest brachte, musste Hinz der Konkurrenz auf den letzten Kilometern den Vortritt überlassen.

Hendrik Baumbach, Presseteam