Oberhof23: WM Organisatoren wollen Synergien nutzen

Oberhof23: WM Organisatoren wollen Synergien nutzen

Oberhof. Am zurückliegenden Dienstag trafen sich die beiden Organisationskomitees der

Weltmeisterschaften 2023 im Biathlon und Rennrodeln erstmals zu einem Austausch. Besprochen

wurde, was man gemeinsam für die Besucher, die Stadt und die Region gestalten kann, aber auch

Projekte, die die jeweiligen Organisatoren alleine bew ltigen müssen.

Oberhof. Am zurückliegenden Dienstag trafen sich die beiden Organisationskomitees der

Weltmeisterschaften 2023 im Biathlon und Rennrodeln erstmals zu einem Austausch. Besprochen
wurde, was man gemeinsam für die Besucher, die Stadt und die Region gestalten kann, aber auch
Projekte, die die jeweiligen Organisatoren alleine bewältigen müssen.

Wenn im Januar und Februar 2023 die Sportwelt auf Oberhof und die Rennsteigregion schaut,
müssen die Abläufe stehen. Von A wie Akkreditierung von Journalisten oder Anreise der Ehrengäste
bis Z wie Zeremonie oder Zuschausteuerung. Alles trägt dazu bei, wie sich Ausrichter und Region vor
einem weltweiten Publikum präsentieren.
„Es ist schon bei einem Weltcup im Biathlon eine Herausforderung alles passend zu bekommen. Eine
Weltmeisterschaft ist nochmal eine ganz andere Nummer. Wir dürfen nicht vergessen, dass die
Vereine und ehrenamtlichen Helfer solche Veranstaltungen tragen. Diese müssen wir mitnehmen
und einbinden“, erklärt Biathlon-Chef Thomas Grellmann und ergänzt, dass man nicht nur gegenüber
den Zuschauerinnen und Zuschauern eine Verpflichtung habe immer das Beste zu geben, sondern
auch die Internationale Biathlon Union (IBU) bei solchen Events sehr genau hinschaue. Sein
Rennrodel-Pendant Uwe Theisinger pflichtet dem für seine Sportart zustimmend bei und
unterstreicht, dass man gerade mit dem Blick auf die Weltverbände zahlreiche Hürden überwinden
müsse. „Wir erleben hier binnen vier Wochen in Oberhof zwei Weltmeisterschaften in zwei völlig
unterschiedlichen olympischen Sportarten. Das verbindende ist ein zeitlich und örtlich sehr enger
Zusammenhang. Dieser hat für den Sportstandort Oberhof, die Region und den Freistaat eine
besondere Bedeutung“, so Theisinger.
Dass es dabei auch einige Hürden zu überwinden gibt, darüber sprachen die OK-Chefs im Laufe des Treffens. Dadurch, dass die Sportarten auch von den Weltverb nden und Vermarktern in völlig
verschiedenen Strukturen arbeiten, ist ein zusammenführen zu einer „Doppel-WM“ auch mit Blick
auf die Vermarktung kaum möglich. Ein Zusammenarbeiten sei aufgrund der zeitlichen und örtlichen
Nähe der Wettkämpfe jedoch dringend erforderlich. In den letzten Monaten entstanden dazu
verschiedene Arbeitsgruppen (u.a. Tourismus, Verkehr, Sicherheit, Rahmenprogramm,
Kommunikation), in denen nicht nur die Ausrichter der Biathlon- und Rennrodelevents, sondern auch
die Stadt, angrenzende Gemeinden, der Landkreis, Touristiker der Region und der Freistaat durch unterschiedliche Ministerien eingebunden sind.
„Für uns gilt es trotz der Unterschiede zwischen den Sportarten die m glichen Synergien zu nutzen
und an den Stellen zusammen zu arbeiten, wo es möglich ist. Von der möglichst autofreien Anreise,
bis hin zum Rahmenprogramm auf dem Stadtplatz - es gibt ausreichend Möglichkeiten, bei welchen
es sich lohnt, die Köpfe zusammenzustecken und wechselseitig von den Erfahrungen des anderen zu
profitieren“, zeigt sich Uwe Theisinger motiviert. Thomas Grellmann indes verweist auf das
Engagement des Freistaates am Standort und den Mehrwert, den man auch wieder zurückgeben
möchte: „Die Investition in die Sportst tten und somit in die Zukunft des Standortes sind
richtungsweisend. Wir haben damit als Ausrichter auch einen Auftrag. Hier sind alle motiviert und
bereit für die Weltmeisterschaften“, erkl rt der Skisportfunktion r aus Südthüringen. Damit dürfte er
beim WM- und Oberhofbeauftragten der Landesregierung, Dr. Hartmut Schubert, der zugleich Chef
des Wintersport Zweckverbandes ist und ebenfalls am Treffen der OKs teilnahm, auf offene Ohren stoßen.
Eine erste gemeinsam ausgerichtete Veranstaltung ist dabei das Ticketevent am kommenden
Sonntag, den 17. Oktober, mit Familienfest auf dem Oberhofer Stadtplatz und dem
Ticketverkaufsstart in der Oberhofer Touristinfo für beide Weltmeisterschaften Punkt 10:23 Uhr.