Tiril Eckhoff sprintet auf Platz 1

Tiril Eckhoff sprintet auf Platz 1

Nachdem es Tiril Eckhoff aus Norwegen bereits im ersten Trimester vor der Weihnachtspause mehrfach auf das Podium geschafft hatte, konnte sie im ersten Sprint des neuen Jahres auf Rang eins laufen.

Den zweiten Platz erreichte Hanna Öberg aus Schweden mit knapp 30 Sekunden Rückstand vor der österreichischen Biathletin Lisa Theresa Hauser, die damit erstmalig in ihrer Karriere einen Podestplatz erzielen konnte. Beste deutsche Biathletinnen wurden Franziska Preuß (mit einem Fehler stehend) und Denise Herrmann (jeweils ein Fehler liegend und stehend) auf den Rängen 14 und 15 mit einem nahezu zeitgleichen Rückstand von 1:13 Minuten auf Platz eins.

Als 16. von 104 Starterinnen in den Sprint gestartet, bestimmte Tiril Eckhoff das Rennen von Anbeginn. Ihre Laufstärke war in Kombination mit dem fehlerfreien Schießen der entscheidende Faktor für ihren Sieg, was wohl auch an der guten Präparation ihrer Skier lag. „Die Strecke ist sehr, sehr hart. Ich muss den Technikern für meine guten Skier danken“, sagte sie nach dem Rennen. Nachdem die Tschechin Markéta Davidová nach dem Liegendanschlag zunächst noch vorne lag, konnte Eckhoff anschließend auch dank des Fehlschusses von Davidová im zweiten Anschlag, Boden gutmachen und landete im Ziel eine knappe Minute vor der tschechischen Biathletin, die auf Rang sieben einlief. Die ansonsten laufstarke Schwedin Hanna Öberg ging das Rennen ungewöhnlich ruhig an, um hinten raus noch Luft zu haben, wie sie berichtete. Auch ihr Schießrhythmus im Stehendschießen war alles andere als normal für Öberg – nach zwei schnellen Schüssen nahm sie sich für die restlichen drei Schüsse mehr Zeit, was sich letztlich ausgezahlt hat.

Erster Podestplatz ihrer Karriere für Lisa Theresa Hauser
Eine Überraschung, nicht nur für sich selbst, schaffte die Österreicherin Lisa Theresa Hauser, die auf Rang drei lief und damit ihren ersten Podestplatz feiern konnte. „Ich hätte vielleicht in der Verfolgung oder im Massenstart mit dem Podium gerechnet, aber nicht im Sprint und nicht in Oberhof. Ich könnte so viele Geschichten erzählen, die mir hier schon passiert sind, von Stürzen bis zu Ersatzwaffen. Ich bin sehr glücklich darüber“, erzählte sie überglücklich in der anschließenden Pressekonferenz. Einen großen Anteil daran hat wohl auch der Input durch ihr neues Trainergespann mit unter anderem dem ehemaligen DSV-Damentrainer Gerald Hönig, der seit dieser Saison die österreichischen Damen trainiert. Den vierten Platz erreichte eine sehr laufstarke Julia Simon aus Frankreich, vor Marte Olsbu-Røiseland aus Norwegen. Für die DSV-Starterinnen reichte es dieses Mal leider nicht für die Top 10. Die beide besten, Franziska Preuß und Denise Herrmann, waren nicht zufrieden mit ihren Leistungen. „Ich habe mich auf der Strecke sehr schwer getan“, versucht Denise Herrmann nach dem Rennen ihre Leistung einzuordnen.

Franziska Preuß hingegen ärgert sich über den berühmt-berüchtigten letzten Schuss, der bei ihr danebenging und eine aussichtsreichere Position für das morgige Verfolgungsrennen verhinderte. „Ich hatte Probleme in der zweiten Runde, was ich vor allem bei den Zwischenzeiten unten und oben am Birxsteig gemerkt habe.“, erklärt Preuß. Die weiteren deutschen Starterinnen Vanessa Hinz (Platz 33), Janina Hettich (Platz 44) und Anna Weidel (Platz 49) erreichten mit mäßigen Laufleistungen den morgigen Verfolger, Maren Hammerschmidt verpasst diesen auf Platz 69 mit zwei Schießfehlern.

Caroline Frenzel, Presseteam