Tiril Eckhoff unschlagbar

Tiril Eckhoff unschlagbar

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Die norwegischen Frauen dominieren in Oberhof weiterhin: Nach ihrem Sprintsieg gewinnt Tiril Eckhoff auch das Verfolgungsrennen. Marte Olsbu Røiseland und Lisa Theresa Hauser komplettieren das Podium.

Die Norwegerin Tiril Eckhoff hat nach ihrem gestrigen Erfolg im Sprint auch das heutige Verfolgungsrennen gewonnen. Sie setzte sich im Zielsprint gegen ihre Landsfrau Marte Olsbu Røiseland durch und sicherte sie sich ihren fünften Einzelsieg in dieser Saison. Auf Platz drei lief Lisa Theresa Hauser aus Österreich, die damit erneut das Podest erreichte. Mit Startnummer eins ins Rennen gegangen, hatte Tiril Eckhoff ihre Führung das komplette Rennen über nicht mehr aus der Hand gegeben. Mit jeweils einem Fehlschuss im Liegend- und Stehendanschlag ließ sie die Konkurrenz jedoch im Rennverlauf näher heranrücken. Zunächst noch von Hanna Öberg aus Schweden verfolgt, die 30 Sekunden hinter Eckhoff auf die Strecke gegangen war, konnte sich Eckhoff durch deren Fehlschuss im ersten Liegendanschlag absetzen. Kämpferisch zeigte sich Marte Olsbu Røiseland, die von ihrem fünften Startplatz Runde um Runde näher ans Podium und damit an Tiril Eckhoff heranlief. Mit vier fehlerfreien Schießeinlagen ging sie zeitgleich mit Eckhoff auf die letzte Runde, die den letzten Schuss verfehlte. „Ich weiß, dass Tiril am Anstieg besser ist als ich. Als sie den letzten Anstieg hoch ist, wusste ich, dass ich mich an ihre Fersen hängen muss“, sagte sie nach dem Rennen.

Auch Eckhoff musste am Ende noch einmal Vollgas geben. „Als ich den letzten Schuss daneben gesetzt habe, wusste ich, dass es ein wirklich hartes Rennen wird mit Marte und mir. Ich habe gehofft, dass Marte noch ein bisschen Energie hat und die Führung übernehmen wird. Sie blieb dann hinter mir und hatte vermutlich ihren Spaß. Ich wusste, dass es auf einen Zielsprint hinausläuft“, berichtet Eckhoff. Der erneute Sprung aufs Podest gelang Lisa Theresa Hauser, die mit einer guten Laufleistung und einem sicheren Schießen nach ihrem gestrigen Erfolg wieder eine Top-Platzierung erzielte. „Für mich ist es immer noch unglaublich, auf dem Podium zu sein“, sagte sie überglücklich und nach wie vor überrascht von ihren aktuellen Erfolgen. Hervorragend in Form zeigte sich Dorothea Wierer aus Italien, die wie Olsbu Røiseland 20 Treffer erzielte, sich damit um 24 Plätze verbessern konnte und als siebte über die Ziellinie ins Stadion einlief.

DSV-Starterinnen verpassen durch ihre Schießleistungen die Top-Platzierungen

Franziska Preuß, die mit Startnummer 14 ins Rennen gegangen war, lag nach dem Liegendschießen noch aussichtsreich auf Platz sieben mit 20 Sekunden Abstand bis zum Podest. Mit insgesamt vier Patzern im Stehendanschlag vergab sie jedoch die Chance auf eine vordere Platzierung. Mit Rang 18 wurde sie beste Deutsche. Ein paar Plätze nach vorne klettern konnten neben Vanessa Hinz, die mit Startnummer 33 als 21. ins Ziel kam, auch Janina Hettich auf Platz 28 (von 44) sowie Anna Weidel auf Platz 36 (von 49). Einen rabenschwarzen Tag erwischte indes Denise Herrmann. Sie musste sieben Mal in die Strafrunde und wurde damit 17 Plätze nach hinten durchgereicht.

Caroline Frenzel, Presseteam

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