Wir haben wahnsinnig gute Teams

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OK-Chef Silvio Eschrich zieht positives Fazit des Weltcups. Blick der Veranstalter richtet sich auf den Weltcup 2021 und die WM-Vorbereitung

Oberhof - Der BMW IBU Weltcup Biathlon 2020 in Oberhof ist Geschichte. Mit dem Massenstart der Männer ging das diesjährige Wintersport-Highlight am Rennsteig zu Ende. „Wir haben sehr spannende Rennen mit vier deutschen Podestplätzen erlebt und konnten 60.800 begeisterte Fans begrüßen. Dass der Weltcup so gut über die Bühne ging, ist den vielen Helfern zu verdanken. Wir haben wahnsinnig gute Teams“, sagte OK-Chef Silvio Eschrich zum Abschluss. 

Die Durchführung des Weltcups war „ein Kraftakt“. In enger Abstimmung mit Renndirektor Borut Nunar wurde das Gelände innerhalb kurzer Zeit aufgebaut. Gemeinsam wurde zudem beschlossen, die Strecke von 3,3 Kilometer auf 2,5 Kilometer zu verkürzen, um sie für alle Rennen sichern zu können. „Der Freitag war der kniffligste Tag für uns. Der Niederschlag in dieser großen Menge hat uns überrascht“, blickt Silvio Eschrich zurück. Sowohl am Tag als auch am Abend mussten das Streckenkommando und das Schießstand-Team nachrüsten. „Sie haben es mit Humor genommen, aber es war harte Arbeit“, so Eschrich. 

Während das Areal mit jeweils über 20.000 Zuschauern am Samstag und Sonntag rappelvoll war, hätten sich die Veranstalter für Donnerstag (7.300 Fans) und Freitag (10.650 Fans) ein größeres Publikum gewünscht. „Die Wochentage tun uns noch ein bisschen weh. Ich bin aber optimistisch, dass 2021 auch am Donnerstag und Freitag mehr Fans ins Stadion kommen“, sagte er. Besonders zufrieden zeigte sich der OK-Chef indes mit dem neuen Verkehrskonzept: „Das hat sehr gut funktioniert.“ Besonders nachgefragt war der Park und Ride Ohrdruf. Am zuschauerstärksten Tag, dem Staffel-Samstag, wurden hier kurzfristig sechs weitere Busse in die Flotte aufgenommen. 

Blick auf den Weltcup 2021
Mit dem Abschluss des Biathlon-Weltcups richtet sich der Blick der Veranstalter bereits auf das nächste Großevent im Januar 2021. Erstmals ist der Ticketverkauf schon während des Weltcups gestartet. „Wir wollten die Euphorie der Besucher nutzen. Und so bekommen auch diejenigen die Chance auf Wochenendtickets, die in diesem Jahr leer ausgegangen sind“, so Eschrich. Bis Sonntagnachmittag wurden bereits über 3500 Karten im Hüttendorf verkauft. „Ich bin überrascht über die Zahl und denke, dass der Online-Start ebenfalls so gut läuft“, sagte Eschrich. Der Vorverkauf über die Webseite ist am Sonntag um 17 Uhr gestartet. 

Noch bis Ende März werden in der Arena am Rennsteig Wettkämpfe ausgetragen. In dieser Zeit wollen die Veranstalter den diesjährigen Weltcup auswerten. Am 1. April 2020 starten schließlich die Umbaumaßnahmen, die für die Weltmeisterschaften 2023 nötig sind. „Bis zum Weltcup 2021 ist die Arena gesperrt und wird auch danach direkt wieder gesperrt sein, damit alle Arbeiten planmäßig über die Bühne gehen können“, sagte Eschrich über den Fahrplan. Neben der Errichtung eines neuen Technikgebäudes ist unter anderem die Änderung der Streckenführung geplant. Zukünftig sollen die Biathleten unterhalb von Block A an die Startlinie stehen und das Stadion in entgegengesetzter Richtung als bisher verlassen. Der Birxsteig wird immer Bestandteil der Runden bleiben. Auch für die Zuschauer werden sich Neuerungen ergeben. „Von der neuen Bushaltestelle sollen sie direkt in das Veranstaltungsgelände kommen. Dadurch schaffen wir zwei Ein- und Ausgänge“, erklärte der OK-Chef. Außerdem sollen ihnen neue Plätze an der Strecke zur Verfügung stehen. 

Austausch mit anderen Standorten
Um Synergieeffekte zu erzeugen und gegenseitig von Erfahrungen zu profitieren, tauschen sich die verschiedenen Weltcup-Standorte bereits intensiv aus. Die Oberhofer Organisatoren konnten in diesen Tagen beispielsweise Vertreter des Weltcups in Kontiolathi (Finnalnd) und der bevorstehenden WM in Antholz (Italien) begrüßen. Eschrich und seine Mitarbeiter werden derweil in zwei Wochen beim Weltcup im slowenischen Pokljuka dabei sein, wo die WM 2021 stattfindet. Und auch bei der WM in Antholz ist eine Delegation vertreten. 

Susann Eberlein
Medienmitteilung

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