„Wir können WM“ – Thüringen nimmt Fahrt auf für 2023

„Wir können WM“ – Thüringen nimmt Fahrt auf für 2023

Während seines Besuchs beim Biathlon-Weltcup in Oberhof bekräftigte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, dass er hofft, dass neben der Biathlon-WM im Jahr 2023 auch die Rodel-WM im gleichen Jahr in der Thüringer Wintersport-Hochburg stattfindet. Der Linken-Politiker reiste im Februar 2018 extra zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea, um Thüringen und die Weltmeisterschaften in Oberhof zu bewerben. Die Sportverantwortlichen sagten ihm damals: "Wenn Deutschland sich um Weltmeisterschaften und Olympische Spiele bemüht, hat man ein mulmiges Gefühl, weil die hinterher kaputtgequatscht worden sind“. Es wurde sehr positiv aufgenommen,  dass sich extra ein Ministerpräsident so für eine Vergabe einsetzt. Damit bekräftigt er auch nochmal das Interesse des Freistaates Thüringen an der Ausrichtung dieser beiden Welttitelkämpfe. Der Freistaat steht mit einem Budget von 25 Millionen Euro dahinter.

Im Frühjahr startet der Umbau
Die ersten Umbaumaßnahmen in Hinblick auf die Biathlon-WM 2023 werden im Frühjahr aufgenommen, sobald die Witterungsbedingungen es zulassen. Die Umsetzung erfolgt unter Berücksichtigung der anstehenden Veranstaltungen und in Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden. Ein großes Hauptaugenmerk liegt dabei auch auf der energetischen Entwicklung der Sportstätten. Durch die Veranstaltungen soll Thüringen und der Thüringer Wald touristisch als Ganzjahresregion profitieren. Dass Oberhof nicht alleine Weltcup und Weltmeisterschaft ist, macht Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz deutlich. „Oberhof hat das Glück, dass die Sportstätten hier sind, aber die Durchführung derartiger Großveranstaltungen machen die vielen ehrenamtlichen Helfer aus der ganzen Region möglich. Sie verkörpern Gastfreundlichkeit und zeigen der Welt, was der Thüringer Wald ist“, so Schulz. Landrätin Peggy Greiser bedankt sich in diesem Zuge nochmals bei insgesamt 800 ehrenamtlichen Helfern, welche nicht nur hohes Engagement sondern auch mit Herzlichkeit und Gastfreundschaft jeden Witterungsbedingungen trotzen. Der Präsident des Deutschen Skiverbandes, Dr. Franz Steinle, macht die Priorität Oberhofs als Biathlon- und Wintersportstandort deutlich: „Neben den Weltcupveranstaltungen ist Oberhof für die  Nachwuchsförderung und –Entwicklung sowie als Leistungszentrum für den Deutschen Skiverband von immenser Wichtigkeit.“ 

Christoph Beetz
Weltcup-Medienteam