Wettbewerbe

Wettbewerbe Übersicht

  • Sprint

    Sprint

    Der Sprintwettkampf ist eine schnellere und kürzere Version des Einzelwettkampfes. Hier ist die Laufgeschwindigkeit wichtiger als das Schießen, denn statt einer Minute Strafzeit muss eine Strafrunde von 150 m Länge gelaufen werden. Da die Streckenlänge geringer ist, gibt es für alle Klassen nur zwei Schießeinlagen. Die Laufzeit beträgt um die 30 Minuten. Die Männer laufen drei Schleifen von 3, 4 und 3 km mit den dazwischen liegenden Schießeinlagen, bei den Frauen sind es drei Schleifen zu jeweils 2,5 km.

  • Verfolgungswettkampf

    Verfolgungswettkampf

    Die Startberechtigung für den Verfolgungswettkampf sowie die Startreihenfolge und die Abstände basieren auf einem Qualifikationswettkampf, der normalerweise am Tag vorher stattfindet.

    Als Qualifikationswettkampf können sowohl Einzel- wie auch Sprintwettkämpfe dienen, jedoch wird es in der Regel der Sprint sein. Beim Verfolgungswettkampf sind vier Schießeinlagen gegeben, liegend – liegend – stehend – stehend.

    Bei Weltcupverfolgungswettkämpfen gehen 60 Athleten an den Start. Das Grundkonzept des Verfolgungswettkampfes besteht darin, dass der Sieger des Qualifikationswettkampfes als Erster startet und die weiteren Athleten in der Reihenfolge und im zeitlichen Abstand ihres Ergebnisses aus dem Qualifikationswettkampf folgen.

    Der Verfolgungswettkampf ist ein sehr spannender Wettkampf, da man immer weiß, wer in Führung liegt. Auch der psychologische Aspekt der Verfolgung des voran laufenden Athleten spielt eine erhebliche Rolle. Sieger ist der Wettkämpfer, der als erster die Ziellinie überquert, vorausgesetzt, es wurden keine Zeitstrafen verhängt oder Ausgleiche gewährt. Überrundete Wettkämpfer müssen sich sofort aus dem Wettkampf zurückziehen.

  • Massenstart

    Massenstart

    Mit dem gleichzeitigen Start aller Wettkämpfer bietet der Massenstartwettkampf den Zuschauern die ultimative Spannung. Das Format des Massenstartwettkampfes ähnelt dem des Einzelwettkampfs, nur dass die Strecken kürzer sind und die Schießprüfungen in der Reihenfolge liegend, liegend, stehend, stehend absolviert werden.

    Frauen laufen 12,5 km und die Männer haben 15 Kilometer zu absolvieren. Da für jeden Aktiven aufgrund des gleichzeitigen Starts zur fast gleichen Zeit ein Ziel zur Verfügung stehen muss, ist die Zahl der Teilnehmer auf 30 begrenzt. Bei der ersten Schießeinlage schießen die Wettkämpfer auf dem Schießstand entsprechend ihrer Startnummer. Ab der zweiten Schießeinlage schießen die Wettkämpfer entsprechend der aktuellen Reihenfolge des Eintreffens am Schießstand auf den freien Schießbahnen von rechts beginnend. Die Teilnahme am Massenstart basiert auf den Topergebnissen in der Gesamtwertung des laufenden Weltcups und im Falle der Weltmeisterschaft vom Gewinn der neun Medaillen im Einzel-, Sprint- und Verfolgungswettkampf. Auch die bei den jeweiligen Weltcups erreichten Platzierungen spielen bei der Vergabe der Massenstart-Plätze eine Rolle. Wettkämpfer, die während des Wettkampfs überrundet werden, müssen sich sofort aus dem Wettkampf zurückziehen.

    Auch hier ist wie bei der Verfolgung und bei den Staffelrennen attraktiv für den Zuschauer, dass der Biathlet oder die Biathletin, der zuerst das Ziel erreicht der Gewinner ist.

  • Einzel

    Einzel

    Der Einzelwettkampf ist die Wettkampfform im Biathlon, bei der die längsten Strecken absolviert werden müssen. Männer laufen 20 km und Frauen 15 km. Dabei sind vier Schießprüfungen zu absolvieren. Zum Auftakt wird liegend, dann stehend, wieder liegend und zum Abschluss noch einmal  stehend geschossen. Die Schießbahnen 1 bis 15 stehen für das Liegendschießen und die Bahnen 16 bis 30 für das Stehendschießen zur Verfügung. Beim Einzelwettkampf müssen für Fehlschüsse nicht wie bei den anderen Wettkämpfen die entsprechende Anzahl an Strafrunden  gelaufen werden. Dafür wird pro Fehlschuss eine Minute als Strafe auf die Laufzeit aufgeschlagen. Da diese Strafe zeitlich gesehen weit höher ist als eine Strafrunde, wird im Einzel auf das Schießen noch größeren Wert gelegt. Dies ist deutlich an den Zeiten zu sehen, die die Sportler am Schießstand für eine Schießprüfung  verbringen. Diese liegen weit über den Zeiten zum Beispiel beim Sprint.

  • Staffel/Mixed-Staffel

    Staffel/Mixed-Staffel

    Ebenso wie in anderen Sportarten ist die Biathlon-Staffel im Weltcup nationenbezogen. Es starten jeweils vier Läuferinnen und Läufer je Staffel. Seit einigen Jahren gibt es auch eine Mixed-Staffel, in der zuerst zwei Frauen auf die Stecke gehen und dann zwei Männer. Statt Übergabe eines Stabes muss der nächste Läufer innerhalb einer markierten Wechselzone per Berührung ins Rennen geschickt werden.
    Die ersten Läufer beginnen mit einem Massenstart, d.h. mit dem Startschuss starten alle Läufer gleichzeitig. So jagen die Biathleten die erste Runde, die bei den Herren 7,5 Kilometer lang ist und bei den Frauen sechs Kilometer, nah beieinander die Anstiege hinauf. Beim ersten Schießen heißt es dann vor allem: Nerven bewahren. Doch im Unterschied zu den Einzelwettkämpfen gibt es bei der Staffel die Möglichkeit, nachzuladen, sollten die ersten fünf Schuss nicht im Schwarzen gelandet sein. Beim Nachladen stehen drei zusätzliche Schuss pro Schießeinlage zur Verfügung. Jede Patrone muss einzeln eingelegt werden und kostet somit wertvolle Sekunden. Und was noch viel schlimmer ist: Je länger der Biathlet am Schiesstand steht, desto tiefer sinkt der Puls und desto mehr fangen die Knie an zu zittern. „Nähmaschine“ nennen das die Athleten in ihrem Fachjargon. Sind nach acht Schuss noch immer nicht alle Scheiben gefallen, so muss der Läufer in die Strafrunde, die zusätzliche 150 Meter bedeutet.

    Jeder Staffelläufer absolviert insgesamt drei Laufrunden und zwei Schießeinlagen, davon jeweils eine im Liegen und eine im Stehen. Es heißt: „Die Staffel hat ihre eigenen Gesetze.“ Die Verantwortung für die Mannschaft lässt selbst erfahrene Biathleten manchmal am Schießstand verzweifeln oder Athleten der zweiten Reihe wachsen über sich hinaus. Nicht selten ist das letzte Schießen entscheidend über Sieg und Niederlage der Teams. Es bleibt also spannend bis zur letzten Minute und so ist es also wörtlich zu nehmen, wenn es heißt: Erst die Nation, die als erste die Ziellinie überquert, hat gewonnen!