Es liegt noch Schnee in Oberhof – über 20 000 Kubikmeter

Es liegt noch Schnee in Oberhof – über 20 000 Kubikmeter

Oberhof – Die Weltcup-Saison 2017/18 ist längst Geschichte. Auch wenn es noch nicht danach aussieht, aber der nächste Winter wirft seine Schatten schon voraus.

In etwas mehr als einer Woche, also Anfang Mai, starten die Aktiven traditionell in die Vorbereitung auf die neue Saison. Und auch bei den Organisatoren in Oberhof ist man nicht untätig. Die Vorbereitungen auf den Weltcup im kommenden Januar haben längst begonnen. Was wir schon jetzt sagen können ist, dass es einige Neuigkeiten für die Fans geben wird. Wir haben auf deren Feedback auf den vergangenen Weltcup reagiert und wollen das Erlebnis Biathlon für den Zuschauer noch besser machen. Mehr zu diesem Thema gibt es zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Hauptsache ist der Schnee

Wir haben einen tollen Winter hinter uns. Die Verantwortlichen vom Thüringer Wintersportzentrum (TWZ) haben die frostigen Temperaturen im Februar und März eifrig genutzt, und die Grundlage für den kommenden Januar gelegt: Es wurde massig Kunstschnee produziert. Nicht nur das Schneedepot neben der DKB-Skihalle ist randvoll mit der weißen Pracht gefüllt. Auch an weiteren dafür geeigneten Orten, zum Beispiel am Loipennetz der DKB SKI ARENA, wurde eine große Menge Schnee gelagert. Insgesamt sind es mehr als 20 000 Kubikmeter. In den vergangenen Wochen wurde dann emsig daran gearbeitet, den Schnee abzudecken. Es soll natürlich so viel wie möglich davon den kommenden Sommer überdauern. Zum Einsatz kam dabei erstmals eine Folie aus österreichischer Produktion, von der knapp 4 500 Quadratmeter benötigt wurden. Die Mitarbeiter des Thüringer Wintersportzentrums haben in der vergangenen Woche zunächst das Schneedepot mit zwei Lagen Styropor abgedeckt. Mit bis zu 15 Mitarbeitern waren sie vor Ort. Hilfe bekamen sie auch von den Aktiven des Oberhofer Sportgymnasiums, die den Arbeitern zur Hand gingen. Derweil wurde im Areal des Caravan-Stellplatzes am Grenzadler die Folie von den Angestellten des WSRO zu großen Bahnen verklebt. Auch ein Mitarbeiter der Firma aus Österreich war vor Ort. Schon vorher war ein Aufruf an die Vereine des WSRO erfolgt, bei einem Arbeitseinsatz die Schneehaufen abzudecken. Und die vielen freiwilligen Helfer haben wiedermal gezeigt, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Denn sie stehen eben nicht nur in der direkten Vorbereitung auf die Wettkämpfe ihren Mann oder ihre Frau. Nein, sie sind immer dann da, wenn sie gebraucht werden. Vor allem die Vereine aus Frankenhain, Luisenthal, Goldlauter und der WSV Oberhof waren beim Arbeitseinsatz am Samstag, 14. April, zahlreich vertreten. Da wurde die Folie auf das Schneedepot an der DKB SKI HALLE und die anderen Lager aufgebracht. Als abschließende Lage dient weißes Flies, das in regelmäßigen Abständen befeuchtet werden muss. Einige Schnee-Lagerstätten wurden auch mit Hackschnitzeln abgedeckt. Mittlerweile sind diese Arbeiten fast abgeschlossen. Für alle Helfer gibt es übrigens schon bald einen wichtigen Termin. Am Samstag, 28. April, findet die alljährliche Helfer-Dankeschön-Veranstaltung für die Weltcup-Helden statt. Denn eben diese Helfer sorgen jedes Jahr dafür, dass der Biathlon-Weltcup in Oberhof stattfinden kann.

Die Reste müssen noch beseitigt werden

In den kommenden Wochen folgen noch weitere Arbeitseinsätze. Da viele Aufbauten für den Weltcup aus logistischen Gründen immer bereits lange vor dem Wettkampf erfolgen müssen, können einige Rückbauten erst dann erfolgen, wenn der letzte Schnee geschmolzen ist. Das ist jetzt der Fall. Neben diesen Rückbauten wird auch Unrat und Müll beseitigt, der ebenfalls erst jetzt nach der Schneeschmelze zutage tritt. Wie schon im vergangenen Jahr appellieren die Veranstalter nochmals an die Besucher, beim Weltcup keine Styroporblöcke mitzubringen. Diese werden immer wieder gerne genutzt, um die Füße vor der Kälte zu schützen, dann aber an Ort und Stelle liegen gelassen. Dort werden sie aber zu einem nicht kleinen Umweltproblem. Das kann vermieden werden, denn die Themen Nachhaltigkeit und Umweltmanagement nehmen für die Weltcup-Organisatoren eine große Bedeutung ein.