Holzpokale stammen aus der Rhön

Holzpokale stammen aus der Rhön

Wenn der BMW IBU Weltcup Biathlon Oberhof am morgigen Freitag mit den Sprintrennen der Männer (11.30 Uhr) und der Frauen (14.15 Uhr) eröffnet wird, schaut ein Mann aus der Rhön womöglich ganz genau hin. Alfred Schmidt, Holzbildhauer aus Zella bei Dermbach (Wartburgkreis), hat die diesjährigen Pokale für die Sieger und Platzierten angefertigt – mit viel Leidenschaft zum Handwerk.
In den vergangenen Wochen sind insgesamt 42 Pokale entstanden. Die Athletinnen und Athleten, die es bei den insgesamt sechs Wettbewerben auf das Treppchen schaffen, dürfen sich über ein hölzernes Kunstwerk mit einem Tannenbaum und dem typischen Rennsteig-R freuen. „Diese beiden Symbole sind das Markenzeichen des Thüringer Waldes“, sagt Alfred Schmidt. Die Athletinnen und Athleten, die auf die Plätze vier bis sechs kommen, erhalten eine Miniversion des Rennsteig-R als bleibende Erinnerung.
Für die Pokale kam Lindenholz zum Einsatz. „Es ist gleichmäßiges und festes Holz und damit am besten geeignet für Schnitzereien. Pro Stück brauche ich ungefähr zwei Stunden“, erklärt der erfahrene Holzbildhauer, der einst im VEB Rhönkunst Empfertshausen ausgebildet wurde und nun kurz vor dem Renteneintritt steht.
Den Oberhofer Biathlon-Standort kennt Alfred Schmidt sehr gut. Schon zu DDR-Zeiten hat der Rhöner Wettkämpfe live am Grenzadler verfolgt, 2004 war er als Fan bei der Weltmeisterschaft dabei. Mittlerweile verfolgt er die Rennen lieber vom heimischen Sofa aus. Auch in diesen Tagen. Welche Sportlerinnen oder welche Sportler seine Pokale dann überreicht bekommen, spielt für ihn nur eine untergeordnete Rolle. „Wer ihn in der Hand hält, hat ihn zurecht gewonnen“, sagt er diplomatisch.

Sportliche Grüße aus Oberhof, Susann Eberlein und Ronny Knoll
Pressesprecher