Schwedens Sensationssieg

Schwedens Sensationssieg

Der Grenzadler versank im Nebel, die Bedingungen beim Staffelrennen der Männer waren am Sonntag mehr als grenzwertig.

Oberhof – Der Grenzadler versank im Nebel, die Bedingungen beim Staffelrennen der Männer waren am Sonntag mehr als grenzwertig. Trotz dichtem Nebel und teilweise böigem Wind wurde der Wettkampf vor 20.100 Zuschauern nicht abgebrochen.

Am Ende konnten die Schweden sich sensationell als Sieger feiern lassen. Mit nur einer Strafrunde und neun Nachladern kamen sie am besten mit den widrigen Bedingungen zurecht und gewannen das Rennen vor Italien und Norwegen. „Ich bin einfach super happy. Wenn du klein bist, hast du den Traum, im Weltcup zu starten und dieses Rennen war echt super“, freute sich Sebastian Samuelsson, der als dritter Läufer für Schweden in die Loipe gegangen war. Vor allem Frederik Lindstroem hatte einen super Tag. Übernahm er noch mit deutlichem Rückstand auf den Italiener Thierry Chenal den Staffelstab, so konnte er vor allem durch seine hervorragende Laufform den Sieg nach Hause bringen. „Die Bedingungen heute waren extrem speziell, irgendwie war ich nicht so nervös, ich war ganz ruhig und hatte das Glück auf meiner Seite. Es ist einfach fantastisch, was für ein Rennen vom gesamten Team. Besser kann es gar nicht sein“, sagte Lindstroem auf der Pressekonferenz.

Wie ein Sieg für Italien
Die Italiener lagen lange aussichtsreich in Führung. Hofer und Windisch lieferten sehr gute Rennen ab, Windisch traf sogar alle zehn Schuss. „Ich würde das Geheimnis gerne verraten, warum ich heute so gut geschossen habe, aber ich weiß es wirklich nicht. Ich habe die Ziele selbst auf dem Schießstand nicht erkennen können und musste zur Kontrolle immer wieder auf den Bildschirm schauen. Das war schon lustig und ich werde von nun an nur noch mit geschlossenen Augen schießen, vielleicht ist das besser“, resümierte Windisch mit einem Zwinkern. Für Lukas Hofer war der zweite Platz wie ein Sieg und er lobte vor allem den Schlussläufer Thierry Chenal: „Für Thierry ist es das erste Jahr im Weltcup und er hat einen super Job gemacht, nicht nur heute sondern auch schon in Hochfilzen. Ich freue mich sehr für ihn, dass er das Rennen so gut abgeschlossen hat.“

10 Strafrunden für die Deutschen
In der deutschen Mannschaft hatte Johannes Kühn am meisten Pech mit den Bedingungen. Neun Strafrunden musste er drehen. „Ich habe mich beim Stehend schießen entschieden, die acht Schuss einfach so schnell wie möglich rauszuhauen, weil ich eh nichts gesehen habe. Ich weiß nicht, wie man bei solchen Bedingungen treffen soll. Wenn man nicht mal die Scheiben sieht, muss man darüber nachdenken, ob es nicht besser abgebrochen werden sollte“, sagte Johannes Kühn im Interview mit der ARD.