Spannend bis zum letzten Schuss

Spannend bis zum letzten Schuss

Der Franzose Quentin Fillon Maillet gewinnt die Verfolgung der Männer. Roman Rees landet als bester Deutscher auf Position sechs.

 

Er trägt das rote Trikot in der Verfolgung zurecht: Der Franzose Quentin Fillon Maillet ging als Neunter in das Jagdrennen in der ARENA am Rennsteig – und beendete es als Sieger mit knapp zehn Sekunden Vorsprung vor dem Schweden Sebastian Samuelsson und Tarjei Boe aus Norwegen, der seine Fußspitze knapp vor seinen Landsmann Sturla Holm Laegreid setzen konnte.

 

Nach seinem eher schwachen Start mit gleich zwei Schießfehlern konnte es Quentin Fillon Maillet selbst nicht glauben. „Ich wollte zu jeder Zeit des Rennens fokussiert bleiben. Auf der letzten Runde wurde ich vor allem durch Sebastian sehr gepusht. Als ich über die Ziellinie gefahren bin, habe ich sie erst einmal berührt, weil ich es nicht glauben konnte“, sagte er.

 

Lange sah es so aus, als würde der Russe Alexandr Loginov einen perfekten Start-Ziel-Sieg hinlegen. Er ging schon die erste Runde schnell an und baute damit den Vorsprung auf seine Verfolger Emilien Jacquelin und Sturla Holm Laegreid weiter aus. Nach Problemen beim dritten Schießen, bei denen er viel Zeit verlor, und drei Strafrunden im letzten Anschlag, reichte es am Ende nur noch für Platz fünf.

 

Zwei Deutsche unter den Top Ten

Auf Platz sechs wurde Roman Rees (SV Schauinsland) bester DSV-Athlet und bestätigte damit seine Leistung aus dem Sprint. Auch der Oberhofer Lokalmatador Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain) war lange vorne mit dabei. Nach zwei einwandfreien Liegendeinlagen ging er mit dem Weltcupführenden Emilien Jacquelin aus Frankreich und dem schwedischen Starter Sebastian Samuelsson auf die dritte Runde und ließ das DSV-Team auf die erste Podestplatzierung im neuen Trimester hoffen.

 

Die Entscheidung kam mit dem letzten Anschlag. Lesser musste alles riskieren, um sich gegen Loginov, Jacquelin, den mittlerweile auf Position vier vorgerückten Franzosen Fillon Maillet und Samuelsson zu behaupten. Er setzte zwar den ersten Schuss, verbaute sich mit zwei Strafrunden aber die Chance auf das Treppchen. Am Ende kam Lesser als Achter ins Ziel. „Ich hab‘s probiert. Irgendwann kommt mal das Rennen, wo alles zusammenkommt“, kommentierte er.

 

Der Sprint-Vierte Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) startete aussichtsreich ins Rennen, konnte am Schießstand aber nicht die erforderten Leistungen abrufen und landete nur auf dem 22. Rang. Benedikt Doll kam auf Platz 15, Philipp Nawrath auf Platz 25 und Lukas Fratzscher auf Platz 52.

 

Caroline Frenzel, Presseteam